Österreich und seine Feste: was Besucher vorher wissen sollten
Die Frage ist selten, ob gerade etwas stattfindet, sondern welches von mehreren Angeboten am selben Wochenende man auswählt. Ein Überblick hilft dabei mehr als jede Empfehlungsliste.
Der Festivalsommer und seine großen Namen
Ein Teil der Sommerveranstaltungen läuft bei jedem Wetter weiter. Wer sich darauf einstellt, verbringt auch einen verregneten Abend passabel.
In Oberösterreich hat sich Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis etabliert. Das Format verbindet Blasmusik mit Festivalatmosphäre und hat damit ein eigenes Publikum gefunden.
Die kalte Jahreszeit im Kalender
Die Christkindlmärkte öffnen üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte und laufen bis kurz vor Weihnachten. Allein in Wien gibt es über ein Dutzend davon, mit sehr unterschiedlichem Charakter.
Für die meisten Bälle gilt eine Kleiderordnung. Sie steht auf der jeweiligen Veranstaltungsseite und wird in der Praxis auch kontrolliert.
| Ticket | meist der kleinere Teil | Frühbucher deutlich günstiger |
| Unterkunft | oft der größte Posten | weiter entfernt spürbar billiger |
| Anreise | variabel | Kombitickets prüfen |
| Verpflegung vor Ort | über dem üblichen Niveau | bei mehreren Tagen relevant |
Was die Festspielsaison ausmacht
Einführungsvorträge vor den Vorstellungen sind bei mehreren Häusern kostenlos und helfen beim Einstieg, wenn man ein Stück nicht kennt. Wer vergleichen möchte, wird auf dieser Seite fündig.
Neben den beiden großen Häusern gibt es kleinere Formate wie Festspiele in Reichenau oder Sommerspiele in kleineren Orten. Sie sind zugänglicher und oft überraschend gut besetzt.
Was sportlich im Kalender steht
Fußball läuft von Ende Juli bis Mai, mit einer Winterpause. Die Spieltermine stehen meist erst kurzfristig fest, weil sie von Fernsehübertragungen abhängen.
Beim Wandern und Laufen gibt es über den Sommer verteilt dutzende Volksläufe und Bergläufe, für die man sich kurzfristig anmelden kann.
Wie man zur Veranstaltung kommt
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Campingplätze bei Festivals sind meist im Ticket inbegriffen oder kosten wenig extra. Die Bedingungen dort unterscheiden sich allerdings erheblich.
- Jahreszeit und Region festlegen
- Zwei bis drei Termine auswählen statt einer langen Liste
- Tickets im Frühverkauf sichern
- Anreise und Unterkunft gemeinsam planen
- Wetterbericht kurz vor der Abfahrt prüfen
Wetter richtig einschätzen
Ein aufgeladener Akku und ein kleiner Ersatzakku helfen mehr als gedacht, wenn Tickets digital hinterlegt sind.
Abends kühlt es in höheren Lagen deutlich ab. Der Unterschied zwischen Nachmittag und Mitternacht liegt nicht selten bei fünfzehn Grad.
Märkte als eigene Kategorie
Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen. Weiterlesen lässt sich unter znaki.fm/at-de.
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür weiß man, woher die Ware kommt.
Ein Fazit zur Planung
Wer ein Jahr lang mitschreibt, was gefallen hat, hat im Folgejahr eine bessere Grundlage als jede Empfehlung von außen.
Unterm Strich gilt: Weniger Programmpunkte, dafür mehr Zeit für den einzelnen. Das gilt für Festivals genauso wie für Adventmärkte.
Neben den großen Bällen gibt es zahllose Zunft- und Vereinsbälle, vom Jägerball bis zum Feuerwehrball. Sie sind deutlich günstiger und für viele der angenehmere Einstieg.
Was ein Veranstaltungswochenende kostet
Kostenlose Veranstaltungen sind eine echte Alternative. Stadtfeste, Erntedankfeste und viele Adventmärkte verlangen keinen Eintritt.
Bei großen Festivals kommen Verpflegungskosten vor Ort dazu. Die Preise am Gelände liegen deutlich über dem üblichen Niveau, was bei mehreren Tagen spürbar wird.
Wer den Jahresrhythmus einmal kennt, plant deutlich entspannter. Die großen Termine liegen jedes Jahr ungefähr gleich.
Wie man an Karten kommt
Ermäßigungen gibt es häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie werden selten aktiv beworben und stehen meist im Kleingedruckten der Ticketseite.
Kostenlose Veranstaltungen sind in Österreich keine Seltenheit. Das Donauinselfest ist das bekannteste Beispiel, dazu kommen unzählige Stadt- und Dorffeste ohne Eintritt.
Feste mit langer Geschichte
Erntedankfeste laufen im Herbst in praktisch jeder Gemeinde. Sie sind klein, kostenlos und geben einen ehrlicheren Eindruck vom Landleben als jede größere Veranstaltung.
Trachtenkleidung ist bei solchen Anlässen verbreitet, aber keine Voraussetzung. Niemand wird schief angesehen, wenn er in Alltagskleidung kommt.
Für viele Sportevents gibt es Kombitickets mit der Anreise. Sie sind günstiger als Einzelfahrscheine und ersparen die Parkplatzsuche.
Der Vienna City Marathon im Frühjahr führt quer durch die Stadt und ist auch für Zuschauer gut zugänglich, weil die Strecke an vielen Stellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Veranstaltungen für Familien
Kinderwagen sind bei größeren Veranstaltungen nicht überall praktisch. Bei Märkten in Altstädten ist eine Trage oft die bessere Lösung.
Adventmärkte haben oft eigene Bereiche für Kinder, von Ponyreiten bis Bastelstationen. Diese Angebote laufen nachmittags und enden früher als der übrige Markt.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Was ist ein Kirtag?
Ein Ortsfest mit langer Tradition, meist am Namenstag des Kirchenpatrons. Kirtage finden über das ganze Jahr verteilt statt und kosten in der Regel keinen Eintritt.
Wie früh sollte man Tickets kaufen?
Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.
Lohnt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
In den Städten fast immer, weil Parkplätze knapp und an Veranstaltungstagen oft gesperrt sind. Bei Festivals im Umland fahren häufig eigene Shuttlebusse.
Dieser Überblick ersetzt keine Terminrecherche. Kurzfristige Änderungen und Absagen kommen besonders bei Freiluftveranstaltungen vor.